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EU-Parlamentarier können sich nicht auf Empfehlung für Buttiglione einigen

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EU-Parlamentarier können sich nicht auf Empfehlung für Buttiglione einigen

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Rocco Buttigliones Äußerungen zu Homosexualität und der Rolle der Frau haben ein längeres Nachspiel im Europa-Parlament. Der designierte EU-Kommissar für Justiz, Freiheit und Sicherheit hatte bei seiner Anhörung vorm Ausschuss für Bürgerrechte und -Freiheiten die Abgeordneten mit seinen Worten brüskiert, dass Frauen ein Recht hätten, Kinder zu haben und von ihrem Ehemann beschützt zu werden – dazu sei die Familie da – und ebenso mit seiner Einstellung zur Homosexualität. “Ich mag denken, dass Homosexualität eine Sünde ist, aber das hat keinen Ausschlag auf meine Politik, solange ich nicht sage, dass Homosexualität ein Verbrechen ist”, so der überzeugte Katholik und Papstfreund.

Später sah er sich bemüßigt, richtig zu stellen, dass jeder nach seiner Fasson leben könne und dass er Frauen nur die Doppelbelastung durch Kinder und Karriere erleichtern wolle. Aber da war das Kind schon in den Brunnen gefallen. Der Ausschuss konnte sich vorerst nicht auf eine Empfehlung einigen: Die Konservativen unterstützen Buttiglione, Linke und Liberale sähen ihn lieber in einem anderen Ressort. Neben Neelie Kroes und Mariann Fischer Boel ein weiteres Mitglied der Barroso-Kommission, das dem Parlament missfällt – aber dessen Segen braucht…