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ASEM-Gipfel schürt bei Chinesen Hoffnungen

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ASEM-Gipfel schürt bei Chinesen Hoffnungen

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Die Volksrepublik China kann vielleicht bald wieder auf legale Waffenverkäufe aus der EU hoffen: Beim fünften ASEM-Gipfel in Hanoi versuchen die Chinesen ihre europäischen Partner von der Aufhebung des Embargos nach dem Massaker 1989 zu überzeugen. Und haben die Franzosen auf ihrer Seite – und laut Präsident Jacques Chirac auch die Mehrheit der übrigen 24: “Das Embargo ist in meinen Augen ein unnötiger Ausdruck des Misstrauens und unfreundlich gegenüber einem großen Land wie China. Deshalb wünscht sich Frankreich die Aufhebung des Embargos.”

Bei dem zweitägigen Treffen beraten die Staats- und Regierungschefs der 25 EU-Nationen und 13 asiatischer Länder über die Vertiefung ihrer Handelsbeziehungen, über die gemeinsame Terrorabwehr – und sie machten Druck auf den Neuzugang Birma wegen seiner Menschenrechtsverletzungen. Handelskommissar Pascal Lamy, der die EU-Kommission als weiteres Mitgliedvertritt, zeigte Zuversicht, dass die neuen EU-Staaten mit der Konkurrenz aus China mithalten können. Und Deutschlands Kanzler ließ Worten Taten folgen und packte mit an bei der Grundsteinlegung für eine neue Fabrik in Vietnam – handfestes Beispiel für deutsche Investitionen in Asien.