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"Mein Körper gehört mir"

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"Mein Körper gehört mir"

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Jeder hat das Recht auf freie Vermehrung und sexuelle Gesundheit – ein Menschenrecht, das die Internationale Bevölkerungs- und Entwicklungskonferenz von Kairo in den neunziger Jahren festgeschrieben hat. Auch wenn sich nicht jeder daran hält.

Auch das Abtreibungsverbot in Ländern wie Irland, Polen oder Portugal steht diesem hehren Gebot im Weg, klagen Frauenrechtsorganisationen und Mediziner, und bemängeln, dass der Europa-Rat diese Woche in seinem Bericht zu Volksgesundheit und Sexualrechten seine Mitglieder zwar zu besserer Aufklärung anhält, nicht aber zur Abschaffung des Verbots. Rebecca Gomperts, Ärztin vom niederländischen Abtreibungsschiff “Women on Waves”: “In Portugal gibt es jährlich 20.000 illegale Abtreibungen. Und das schafft für die Frauen ein 150mal höheres Risiko, bei einer Abtreibung zu sterben, als für Frauen in den Niederlanden. Zudem ist Portugal das einzige Land in der EU, das die Frauen aktiv verfolgt. Sie fahren nach Spanien dafür, aber nicht jede hat das Geld, und so bleibt vielen nichts anderes, als einen Abort zu provozieren, indem sie die Treppe hinabspringen, es mit Stricknadeln versuchen oder zu Leuten gehen, die nicht ausgebildet sind.” Die schwimmende Abtreibungsklinik aus den Niederlanden geht daher vor solchenLändern vor Anker – vor Polen 2003, Portugal in diesem Jahr – um den Frauen SO medizinisch zu helfen. Das Team kann sich auf einen leidenschaftlichen Empfang durch die Männer gefasst machen. Wie schreibt der Europa-Rat – Aufklärung tut Not.