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Scheidencreme statt Impfung: Neue Hoffnung im Kampf gegen AIDS?

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Scheidencreme statt Impfung: Neue Hoffnung im Kampf gegen AIDS?

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Eine neue Creme könnte künftig vor der Ansteckung mit der Immunschwächekrankheit AIDS schützen. Ein internationales Forscherteam entwickelte einen Wirkstoff auf Basis eines abgewandelten Moleküls, das das Eindringen der HI-Viren in die Körperzellen verhindert. Bei ersten Tests an weiblichen Rhesusaffen, denen der Stoff in die Vagina geschmiert wurde, konnte die AIDS-Übertragung verhindert werden, wie das Team um Robin Offord von der Universität Genf feststellte.

“Wenn diese Substanz wie erhofft auch beim Menschen wirkt, dann kann sie einer Infektion vorbeugen”, erklärt Offord. “Studien haben gezeigt, dass in den Entwicklungsländern, und in denen liegt das Problem zu 95 Prozent – dass dort solch ein Stoff, selbst wenn er nur zu 65 Prozent wirksam ist, in den ersten drei Jahren seiner Anwendung dreieinhalb Millionen Leben retten kann.” Gut zwei Drittel der heute HIV-Infizierten leben im Süden Afrikas. Nach wie vor ist dort die AIDS-Übertragung durch sexuelle Kontakte am häufigsten. Da sich viele Männer weigern, Kondome zu benutzen, oder keine Präservative zugänglich sind, könnte die Creme mit 24-Stunden-Schutz in ferner Zukunft die beste Prävention werden – wenn sie für die Menschen erschwinglich ist…