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US-Klage gegen Versicherungsmakler löst Schockwellen in der Branche aus

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US-Klage gegen Versicherungsmakler löst Schockwellen in der Branche aus

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Eine Korruptionsklage in den USA hat heute in der gesamten Versicherungsbranche Schockwellen ausgelöst. So brachen an den europäischen Börse die Kurse großer Assekuranz-Konzerne ein. Hintergrund ist eine Zivilklage gegen die größte US-Versicherungsmaklerfirma Marsh & MeLennan.

Der New Yorker Generalstaatsanwalt Elliott Spitzer wirft ihr korruptes Verhalten vor. Die Ermittlungen seien intensiv und ausführlich gewesen, so Spitzer. Es sei enttäuschend zu sehen, wie sehr eines der größten Unternehmen Geschäftsethik und das Gesetz mißachtet habe. In der Klage geht es um angebliche jahrelange überhöhte Kommissionen von Versicherungen an Marsh. Im Gegenzug soll Marsh den Versicherungen Kunden zugeschanzt haben. Laut Klagevorwürfen vereinahmte Marsh auf diese Weise allein 2003 rund 650 Millionen Euro. Nach Darstellung Spitzers waren die unmittelbaren Opfer dieser illegalen Praxis Unternehmen, die Sach- und Unfallversicherungen haben wollten. Aber auch Schulbezirke oder Einzelpersonen seien betroffen.