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Bagdad: Artillerieangriff auf Waffensammelstelle

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Bagdad: Artillerieangriff auf Waffensammelstelle

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Bei einem Artillerieangriff auf eine Waffensammelstelle im Bagdader Slumviertel Sadr City sind mindestens zwei irakische Nationalgardisten getötet worden. Neun Zivilisten wurden bei dem Angriff auf das Sina Staidon verletzt. Dort können Milizionäre gegen Geld ihre Waffen abgeben. Die ursprünglich fünftägige Aktion wurde am Freitag für zwei weitere Tage verlängert. Nach Angaben eines amerikanischen Offiziers wurden bislang nicht annähernd so viele Waffen abgeliefert, wie erhofft.

US-Einheiten gingen am Stadtrand von Falludscha mit Panzern und Artillerie gegen Rebellenstellungen vor. Aufständische lieferten sich heftige Gefechte mit den Angreifern. In der Nacht waren bei amerikanischen Luftangriffen in Falludscha drei Zivilisten getötet worden. In Latifija wurden neun irakische Polizisten bei einem Feuerüberfall auf ihren Kleinbus getötet. Italien erwägt die Verkleinerung seines fast 3 000 Mann starken Truppen-Kontingents im Irak im Laufe des kommenden Jahres. Auch Polen fasst einen Truppenabzug nach den Wahlen im Januar ins Auge. Im vergangenen Frühjahr hatten Spanien und die Philippinen ihre Besatzungstruppen aus dem Irak abgezogen. Das amerikanische Ansinnen, zur Unterstützung der US-Offensive in Falludscha ein britisches Batallion nach Bagdad zu verlegen, löste in Großbritannien eine innenpolitische Kontroverse aus.