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Volksabstimmung in Weißrussland soll dritte Amtszeit für Präsident Lukaschenko ermöglichen

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Volksabstimmung in Weißrussland soll dritte Amtszeit für Präsident Lukaschenko ermöglichen

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Die Bevölkerung Weißrusslands stimmt am Sonntag über eine Verfassungsänderung ab, die Staatspräsident Alexander Lukaschenko eine dritte Amtszeit ermöglichen soll. Außerdem werden die 110 Mitglieder des weitgehend einflusslosen Abgeordnetenhauses gewählt. Lukaschenko orientiert sich am alten Sowjetmodell und herrscht seit 1994 autoritär über Weißrussland.

Weißrussland ist international isoliert, aber mit Russland in einer Union verbunden. Trotz aller internationalen Kritik hat Russlands Präsident Wladimir Putin Lukaschenko bislang gedeckt. Dem Land hat Lukaschenko Stabilität gebracht. Dieser Stimmbürger findet, dass die Verfassung nicht geändert werden sollte. Eine schlechte Ordnung sei besser als eine gute Unordnung, meint dieser Mann. Präsident Lukaschenko habe nicht nur den Zerfall des Staates verhindert, sondern auch dafür gesorgt, dass es Lebensmittel gibt und die Renten ausreichten. Die Opposition erwartet umfangreiche Wahlfälschungen. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa entsandte rund 300 Wahlbeobachter. Bei früheren Urnengängen hatten internationale Wahlbeobachter weitreichende Unregelmäßigkeiten beanstandet.