Eilmeldung

Eilmeldung

Keine Einigung über Auffangzentren für Flüchtlinge in Nordafrika

Sie lesen gerade:

Keine Einigung über Auffangzentren für Flüchtlinge in Nordafrika

Schriftgrösse Aa Aa

Die Einrichtung von Auffangzentren für Flüchtlinge in Nordafrika spaltet weiterdie Gemüter in der Europäischen Union. Zwei Tage lang diskutierten fünf EU-Innenminister in Florenz über den deutsch-italienischen Vorschlag. Der deutsche Innenminister Otto Schily verteidigte die Idee und sagte, man dürfe nicht abwarten, bis sich die Menschen auf gefährliche Überfahrten über das Mittelmeer begäben und dabei möglicherweise ums Leben kämen. Sein italienischer Kollege Giuseppe Pisanu sprach ausdrücklich nicht von Lagern, sondern von Anlaufstellen und betonte ebenfalls den humanitären Aspekt der Hilfeleistung. Von dort aus könnten Flüchtlinge um Asyl nach Europa bitten. Doch die Kollegen aus Frankreich und Spanien haben ihre eigene Auffassung von Humanität und halten derartige Einrichtungen für unnütz. Dementsprechend kündigten sie bereits ihr Veto dagegen an. Immerhin herrscht in der EU volles Einvernehmen darüber, dass das Problem der illegalen Einwanderung dort angegangen wird, wo es entsteht, d.h. in den Herkunfts- oder Transitländern der Flüchtlinge. Doch dazu bedarf es einer deutlich besseren Kooperation mit den betroffenen Staaten.