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Wirtschaftsforschungsinstitute dämfen Hoffnung auf Wachstum in Deutschland

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Wirtschaftsforschungsinstitute dämfen Hoffnung auf Wachstum in Deutschland

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Die sechs führenden deutschen Wirtschaftsinstitute haben die Hoffnung auf ein kräftiges Wachstum für das kommende Jahr gedämpf. In ihrem Herbstgutachten gehen die Institute von einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent aus. Ausschlaggebend dafür sei aber, dass sich der Weltmarkt bis dahin erhole, der Ölpreis sinke und sich die Situation im Irak. In diesem Jahr erwarten die Wirtschaftsforschungsinstitute ein Wachstum von 1,5 Prozent. Einzig das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin sieht das Wachstum im kommenden Jahr bei 2 Prozent und nicht bei 1,8 Prozent wie die übrigen. Das Institut rechnet nämlich mit weiter sehr starken Exporten, trotz einer eher schwächeren Weltkonjunktur. Die deutsche Finanzpolitik erhielt in dem Herbstgutachten eine schlechte Note. Das Staatsdefizit werde im nächsten Jahr mit geschätzen 3,5 Prozent zum vierten Mal in Folge die EU-Defizitgrenze von 3 Prozent überschreiten. Der Regierung wurde deswegen ein weiteres Sparpaket empfohlen. Bundesfinanzminister Hans Eichel sprach sich bereits dagegen aus. In dem Herbstgutachten wird die Bundesregierung auch aufgefordert, den Arbeitsmarkt stärker in den Mittelpunkt ihrer Wirtschaftspolitik zu rücken. Ein Kernproblem des Arbeitsmarktes bleibe zudem die Lohnentwicklung.