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EU-Kommission verklagt Großbritannien wegen harter Strafen bei Alkoholschmuggel

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EU-Kommission verklagt Großbritannien wegen harter Strafen bei Alkoholschmuggel

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Die EU-Kommission hat die britische Regierung wegen der unverhältnismäßig harten Praxis bei der Bekämpfung des Tabak- und Alkoholschmuggels verklagt. Sie wirft den britischen Behörden vor, zu drakonisch gegen einzelne Personen vorzugehen, die zwar mehr als den Eigenbedarf in das Land einführen wollen, dies aber nicht mit der Absicht des Weiterverkaufs tun. Es liege kein gewinnorientierter illegaler Handel vor, wenn ein Einkaufstourist eine große Menge an Zigaretten oder Alkohol in einem anderen Land kaufe, um diese an Freunde oder Verwandte weiterzuverkaufen. Nach Ansicht Brüssels beschlagnahmen die Briten sogar Fahrzeuge, mit denen die Waren transportiert wurden. Wenn zum Beispiel jemand große Mengen Champagner Feier mit nach London nehmen möchte, kann es ihm passieren, dass er dafür schwer bezahlen muss. Kleine Verstöße gegen Steuervorschriften dürften der Kommission zufolge aber nicht strenger als unbedingt nötig bestraft werden. Der Europäische Gerichtshof wird nun entscheiden, was Recht ist, die Abschreckungspraxis der Briten oder die tolerante Linie der EU-Kommission.