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Kein Euro für EU-Beitrittsländer

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Kein Euro für EU-Beitrittsländer

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Auf den Euro müssen die zehn neuen EU-Länder wohl noch lange warten. Nach einem Bericht der Euoropäischen Zentralbank und der EU-Kommission erfüllt keines alle Kriterien für die Einführung der Währung. Der EU-Währungskommissar Joaquin Almunia sagte in Brüssel, grundsätzlich seien zwar alle neuen EU-Mitglieder zur Übernahme der Gemeinschaftswährung verpflichtet, aber einen festen Zeitplan gebe es dafür nicht.

Bei dem Kriterium der Neuverschuldung verfehlten sechs Staaten das Limit von drei Prozent des Bruttoinlandprodukts. Negativ-Spitzenreiter ist Polen mit 5,6 Prozent. Dennoch ist das größte Beitrittslands optimistsch, den Euro in drei Jahren einführen zu können.Der polnische Finanzmnister Miroslaw Gronicki sagte, man bleibe trotz der Kritik von Seiten der Kommission dabei, dass es realistisch sei, alle Kriterien bis Ende 2007 zu erfüllen. Nächsten Monat wolle die Regierung einen Plan vorstellen, mit welchen MItteln sie dieses Ziel erreichen will. Finanzexperten stehen dem polnischen Vorhaben eher skeptisch gegenüber und sehen das Land nicht vor 2010 in der Euro-Zone.

Die insgesamt fünf Kriterien für die Euroeinführung sind: Preisstabilität, Haushaltslage, Wechselkurs, langfristige Zinsen und die rechtliche Anpassung der Zentralbankgesetze.