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Portugal: Ausschreitungen bei Protest gegen Studiengebühren

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Portugal: Ausschreitungen bei Protest gegen Studiengebühren

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Bei einer Rangelei zwischen aufgebrachten Stundenten und der Polizei sind in der mittelprotugisischen Universitätsstadt Coimbra am Mittwoch drei Studenten verletzt worden. Ein Student wurde festgenommen. Die Studenten wollten einer Sitzung des Senats der Universität beiwohnen, um gegen die hohen Studiengebühren in Coimbra zu demonstrieren.

Seit diesem Wintersemester können die Universitäten die Studiengebühren selbstständig festlegen. Die älteste und prestigeträchigste Universität Portugals entschloß sich, mit 852 Euro die höchstmögliche Gebühr zu erheben. Seit der Revoultion sei es nicht mehr passiert, daß die Polizei auf Studenten einprügele, beklagte sich ein Studentenverteter. Der Innenminister kann die ganze Aufregung nicht verstehen: Die Polizei habe nur versucht, die Erstürmung des Gebäudes zu verhindern, betonte Daniel Sanches. Der Rektor der Universität Seabra Santos hatte um den Polizeischutz für die Senatssitzung gebeten. Er wies Rücktrittsforderungen der Studenten zurück.