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Taifun hinterlässt in Japan Bild der Verwüstung

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Taifun hinterlässt in Japan Bild der Verwüstung

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Der verheerendste Taifun der vergangenen zehn Jahre in Japan hat mehr als fünfzig Menschen das Leben gekostet. “Tokage”, zu deutsch Eidechse, hatte Okinawa heimgesucht und war dann nordostwärts über weite Teile des japanischen Archipels gezogen, bevor er sich über dem Pazifischen Ozean zu einem Tiefdruckgebiet abschwächte. Über dreißig Touristen, die meisten höheren Alters, mussten die ganze Nacht auf dem Dach ihres Busses verbringen, der überflutet worden war – aneinandergeklammert kämpften sie gegen Kälte, Regen und Sturmböen.

Ein Zweieinhalbtausend-Tonner wurde bei dem Unwetter gegen die Hafenmauer getrieben, etliche der weit über hundert Mann Besatzung wurden verletzt. Das Schiff sollte den Taifun abwarten, war dann aber durch Windböen mit über 140 Stundenkilometern Geschwindigkeit auf die Wellenbrecher der Mole geschleudert worden.

Es war schon der 23. Taifun in diesem Jahr. Mehr als dreihundert Menschen wurden verletzt, viele werden noch vermisst. Mehrere zehntausend Japaner verloren ihre Häuser. Der Sturm hinterließ ein Bild der Verwüstung. Dass er derartige Schäden anrichten konnte, erklären die Meteorologen damit, dass er einen enormen Radius von etwa 500 Kilometern hatte und damit fast ganz Japan streifte.