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Wut und Verzweiflung bei den Beschäftigten von DHL

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Wut und Verzweiflung bei den Beschäftigten von DHL

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Der Kurierdienst DHL will in der belgischen Hauptstadt rund 1.700 Arbeitsplätze abbauen. Die DHL-Angestellten blockierten nach Bekanntwerden der Entscheidung knapp zwei Stunden lang die Zufahrt zum Brüsseler Flughafen Zaventem. “Danke an die Regierung”, sagte ein Angestellter verärgert, “ganze Arbeit, viele werden jetzt arbeitslos.” Belgiens Ministerpräsident Guy Verhofstadt bedauerte die Entscheidung von DHL. Nach Monate langen Verhandlungen zwischen dem Unternehmen und seiner Regierung konnte keine Einigung erzielt werden.

“Leider ist DHL nicht auf unsere Forderung eingegangen, die Lärmbelästigung einzuschränken”, so Verhofstadt. DHL wollte vor allem die Anzahl seiner Nachtflüge erhöhen – ein Vorhaben, dem zahlreiche Proteste aus der Bevölkerung entgegenstanden.

Für das neue europäische Drehkreuz des Unternehmens kommen nun zwei Standorte in Frage: entweder das nordostfranzösische Vatry oder der Flughafen Halle/Leipzig in Ostdeutschland. Nach Angaben von DHL soll eine Entscheidung darüber in zwei bis drei Wochen fallen. Auf dem Leipziger Flughafen werden mit hohen staatlichen Subventionen Investoren angelockt – dies könnte bei der Vergabe entscheidend sein.