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Mit einer sehr persönlichen Grundsatzerklärung hat Israels Ministerpräsident

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Mit einer sehr persönlichen Grundsatzerklärung hat Israels Ministerpräsident

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Ariel Sharon den geplanten Rückzug Israels aus dem besetzten Gazastreifen begründet. Zum Auftakt der Parlamentsdebatte über die Räumung der 21 jüdischen Siedlungen im Gazastreifen und von vier der 120 Dörfer im Westjordanland forderte Sharon das Land zur Geschlossenheit auf.

“ Ich weiss was eine Entscheidung des Parlaments Knesseth für tausende Israelis bedeutet, die viele Jahre im Gazastreifen gelebt haben,” sagte Sharon. “Sie wurden von israelischen Regierungen dahingeschickt und haben ihre Häuser da gebaut.” Jetzt sei er aber von der Notwendigkeit einer Entflechtung mit den Palästinensern überzeugt, sagte Sharon, von zahlreichen emotionalen Zwischenrufen unterbrochen. Nur durch den Rückzug aus Gaza könne Israel seinenAnspruch auf Gebiete bestärken, die für Israels überleben wichtig seien. Nach Sharons überzeugung muss Israel den Gaza-Streifen aufgeben, um sich das Westjordanland zu sichern. Beide Gebiete waren im Sechstagekrieg von 1967 besetzt worden. Der Rückzug Israels ist im internationalen Friedensplan von 2002 vorgesehen. Im Gazastreifen leben 8000 Israelis und 1,3 Millionen Palästinenser. Sharon wies auf die Bedrohung Israels durch das Nuklearprogramm Irans hin und warnte vor einem “enormen Terror-Netzwerk mit Syrien und Libanon.“Das Parlament stimmt am Dienstag über Prämien und Strafen der Gaza-Räumung ab. Im Gaza-Streifen starben in der Nacht 14 Palestinenser bei einem Angriff israelischer Panzer und Hubschrauber auf das Flüchtlingslager Chan Junis.