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Ölpreis weiter auf hohem Niveau - Arbeitskampf in Norwegen im Blickpunkt

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Ölpreis weiter auf hohem Niveau - Arbeitskampf in Norwegen im Blickpunkt

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Der Ölpreis bleibt auf hohem Niveau. In London notierte ein Barrel der Sorte Brent knapp unter der Marke von 52 Dollar, gab anschließend aber wieder nach. Hintergrund ist ein Arbeitskampf im Förderland Norwegen. Dadurch ist die Produktion auf allen Bohrplattformen des Landes in der Nordsee bedroht.

Der Reedereiverband kündigte die Aussperrung von 2500 Beschäftigten in der Offshore-Industrie an. Eine Sprecherin begründete diese Maßnahme mit dem seit vier Wochen andauernden Streik einiger hundert Mitglieder der Ölarbeiter-Gewerkschaft. Die Aussperrung nach Ablauf der Friedenspflicht am 9. November würde die gesamte Förderung beim weltweit drittgrößten Ölexporteur lahmlegen – insgesamt 3,3 Millionen Barrel täglich. Die streikenden Arbeiter wollen mit der Aktion eine Bestandsgarantie ihrer Stellen durchsetzen. Außerdem sind sie dagegen, von ausländischen Unternehmen übernommen zu werden. Die Regierung in Oslo ordnete inzwischen eine Zwangsvermittlung an. Beide Seiten hätten für die Konsequenzen eines Arbeitskampfes die Verantwortung zu tragen. Bei einem früheren Konflikt im Sommer hatte die Regierung durch die Zwangsvermittlung den Streit rasch beendet.