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Großer Umbau bei Shell: Verschmelzung nach fast 100 Jahren

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Großer Umbau bei Shell: Verschmelzung nach fast 100 Jahren

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Beim anglo-niederländischen Ölriesen Shell steht ein tiefgreifender Umbau bevor. Nach fast 100 Jahren relativer Eigenständigkeit werden die beiden Teil-Konzerne zusammen gelegt. Das bisherige System der Doppelgremien in Großbritannien und den Niederlanden soll aufgegeben werden.

Künftig werden Royal Dutch Petroleum und Shell Transport eine rechtliche Einheit. Haupt- und Steuersitz wird Den Haag. Notiert werden soll der Konzern ausschließlich an der Londoner Börse. Shell verfügt künftig über einen Vorstand, einen Vorstandschef und einen Aufsichtsratvorsitzenden. Konzernchef Jeroen van der Veer wird künftig mit weit reichenden Machtbefugnissen ausgestattet. Er soll das Unternehmen reformieren und das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen. “Unsere Leitworte sind Klarheit, Einfachheit, Effizienz und Verantwortung”, sagte van der Veer. “Dies sind Werkzeuge für jeden einzelnen Shell-Angestellten. Zugleich streben wir eine Kultur an, die besagt: das Wohl des Unternehmens zuerst.” Niederländer und Briten hatten sich 1907 zusammengetan, ohne vollständig zu verschmelzen. Dies galt in Finanzkreisen als nicht mehr zeitgemäß. Die Börsen in Amsterdam und London reagierten mit kräftigen Kursgewinnen.