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Palästinenserpräsident Jassir Arafat schwer krank

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Palästinenserpräsident Jassir Arafat schwer krank

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Nach den Spekulationen über den Gesundheitszustand des Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat hat sich dieser in seinem Amtssitz zusammen mit seinen Vertrauten gezeigt, um Gerüchten über seine schwere Erkrankung zu entgegnen. Diesen zufolge hatte sich sein Zustand im Laufe des Tages dramatisch verschlechtert, er soll nun aber weitgehend stabil sein. Ein Ärzteteam aus Jordanien, Ägypten und Tunesien traf im Laufe des Tages ein und behandelte den Präsidenten in seinem Amtssitz. Die Mediziner empfahlen die Behandlung Arafats in einem Krankenhaus. Nachdem Israel dem Präsidenten zusicherte, dass er sowohl ausreisen als auch nach der Behandlung wieder zurückkommen dürfe, wird Arafat nun nach Paris in ein Krankenhaus gebracht, und zwar so bald wie möglich. Er soll zunächst mit einem Hubschrauber von Ramallah nach Amman und später per Flugzeug weiter reisen. Das berichteten Pariser Regierungskreise. Arafats Frau ist inzwischen im Amtssitz in Ramallah eingetroffen. Sie lebt in Frankreich, das Ehepaar kam heute zum ersten Mal seit Beginn der zweiten Intifada vor vier Jahren zusammen.

Unklar ist auch, woran genau der 75 -jährige erkrankt ist. Es kursieren wilde Spekulationen von einer Magengrippe bis hin zu Krebs. Andere Qellen berichten von dramatisch verschlechterten Blutwerten. Angeblich hat Arafat ein dreiköpfiges Notfallkommitees eingesetzt, dem auch Ministerpräsident Achmed Kureia angehören soll. Israel bereitet sich unterdessen Zeitungsberichten zufolge auf mögliche Unruhen nach dem Tode Arafats vor. Dabei wolle das Militär offenbar auf einen Plan zurückgreifen, der bereits vergangenes Jahr ausgearbeitet worden ist. Israel befürchtet vor allem, dass Aufgebrachte Palästinenser in jüdische Siedlungen und Armeeposten vordringen.