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Palästinenserpräsident Arafat auf dem Weg nach Paris


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Palästinenserpräsident Arafat auf dem Weg nach Paris

Der schwerkranke Palästinenserpräsident Jasser Arafat hat seinen Amtssitz verlassen. Umringt von einer großen Menschenmenge wurde er am Morgen zu einem Hubschrauberlandeplatz in Ramallah gebracht. Zwei Helikopter der jordanischen Luftwaffe flogen den 75-jährigen und seine engsten Vertrauten zunächst nach Amman.

Arafat hatte sich zunächst geweigert Ramallah zu verlassen. Erst nach langem Zögern hatte Israel am Donnerstag zugestanden, dass der Palästinenserpräsident nach einem Krankenhausaufenthalt in Paris wieder nach Ramallah in sein Hauptquartier zurück kann. Arafat habe daraufhin das Angebot Frankreichs angenommen, sich in einem Pariser Militär-Hospital behandeln zu lassen. Bei seiner Abreise war die komplette palästinensische Führungsriege um Ministerpräsident Ahmed Kureira anwesend, um den Präsidenten zu verabschieden. Kurze Zeit später traf Arafat in der jordanischen Hauptstadt ein. Hier wurde er von einer jubelnde Menge empfangen. Noch immer ist unklar, woran Arafat erkrankt ist. Es wurde lediglich bekannt, daß er gravierende Blutbildveränderungen aufweist. In der Nach zu Donnerstag hatte Arafat kurzzeitig das Bewußtsein verloren. nach Berichten aus seinem Umkreis hatte sich sein Zustand daraufhin stabilisiert. Den Weg vom Hubschrauber zu dem Flugzeug der französischen Regierung, das ihn nach Paris brachte, konnte der 75-jährige selbstständig zurücklegen. In der Maschine wartete bereits Ehefrau Suha, die seit einigen Jahren mit der gemeinsamen Tochter in Paris lebt. Unterdessen wurde bekannt das Arafat für die Zeit seiner medizinischen Behandlung keinen Stellvertreter ernannte. Nach palästinensischen Angaben will er die Regierungsgeschäfte vom Krankenbett aus weiter leiten.
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