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Spannungen in der Ukraine vor Präsidentschaftswahlen nehmen zu

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Spannungen in der Ukraine vor Präsidentschaftswahlen nehmen zu

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Einen Tag vor den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine, hat sich die Spannung im Land merklich erhöht. Internationale Beobachter befürchten massiven Wahlbetrug einerseits und Unruhen in den großen Städten andererseits. Aussichten auf einen Wahlsieg haben lediglich zwei Kandidaten: Zum einen ist dies der amtierende Ministerpräsident Viktor Janukowitsch. Er gilt als pro-russisch und als Günstling von Präsident Leonid Kutschma. Ihm gegenüber steht der ehemalige Ministerpräsident Viktor Juschtschenko. Er tritt für eine Annäherung der Ukraine an den Westen ein und will die von regionalen Wirtschaftsbossen kontrollierte Kutschma-Führung ablösen. Juschtschenko berichtete am Freitag im ukrainischen Fernsehen von Todesdrohungen gegen ihn und seine Familie. Anfang September war Juschtschenko mitten im Wahlkampf an einer rätselhaften Vergiftung erkrankt. Der Staatsapparat und die staatstreuen Medien unterstützten in dem äußerst hart geführten Wahlkampf einseitig den pro-russischen Janukowitsch. Internationalen Beobachtern zufolge wurde der oppositionelle Juschtschenko in den Medien eindeutig benachteiligt. Die Wahl werde keinesfalls fair ablaufen, meint diese Studentin, sie habe schon so viel über Unregelmäßigkeiten im Vorfeld gehört. Juschtschenko hat wegen der zu befürchtenden Wahlfälschung die Ukrainer zu Massenkundgebungen aufgerufen. Präsident Kutschma hat für diesen Fall den Einsatz der Sicherheitskräfte angedroht.