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Stimmen arabischstämmiger US-Bürger können Präsidentschaftswahl entscheiden

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Stimmen arabischstämmiger US-Bürger können Präsidentschaftswahl entscheiden

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Zwei Tage vor den Präsidentschaftswahlen in den USA liegen die beiden Kontrahenten, Amtsinhaber George W.Bush und sein Herausforderer John Kerry, weiter Kopf an Kopf.

Die Kandidaten besuchten in den vergangenen Tagen verstärkt die sogenannten Wackelkandidaten, die wohl wahlentscheidenden US-Bundesstaaten wie Florida oder Ohio. Hier geht es um jede einzelne Stimme und entsprechen groß war das Spektrum der Themen, die auf den Wahlkampfveranstaltungen angesprochen wurden: die Gesundheitsfürsorge, die amerikanische Wirtschaft oder die Nationale Sicherheit. Im Mittelpunkt vieler Debatten und Wahlauftritte aber: der Kampf gegen den Terror. Nach der jüngsten Videobotschaft des Al-Qaida-Anführers Osama Bin Laden blieb die Terrorbekämpfung Thema Nummer 1 – zwangsläufig für beide US-Präsidentschaftsanwärter. Dieses Thema betrachtet, fallen John Kerry offenbar ohne großes Dazutun zahlreiche Wählerstimmen in den Schoß. So schlug sich unter anderem die amerikanische Tageszeitung für arabischstämmige Bürger, die Arab American News, auf Kerrys Seite. Die Redakteure sprachen sich in einer Wahlempfehlung für den Kandidaten der Demokraten aus. Der Chefredakteur des Blattes, Osama Siblani, erklärte: das Problem mit der aktuellen Regierung sei, daß es sich um eine arrogante Administration handle. Bush habe gesagt, er würde einen und nicht spalten. Nun aber habe er fast die gesamte Welt gegen Amerika aufgebracht. In den arabischen Gemeinden wird sich Herausforderer Kerry wohl über Traum-Wahlergebnisse freuen dürfen. Der Imam des Zentrum für Islam in Detroit sagte, auf Grund der Regierungspolitik werden viele Muslime aus Frust ihreStimme Kerry geben. Er rechnet damit, das bis zu 70 % der amerikanischen Muslime Kerry wählen. Und diese Stimmen können unter dem Strich wahlentscheidend sein.