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Leitzinsen in der Euro-Zone bleiben unverändert.

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Leitzinsen in der Euro-Zone bleiben unverändert.

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Trotz anziehender Inflation hat der Rat der Europäischen Zentralbank in Frankfurt die Leitzinsen nicht angehoben. Sie blieben damit weiterhin bei zwei Prozent – wie bereits seit gut eineinhalb Jahren. Damit räumte die EZB bei ihrer Entscheidung der nach wie vor schwachen Konjunktur grössere Bedeutung ein als der hohen Teuerungsrate. Ob sich in absehbarer Zeit die Geldpolitik der Währungshüter verändern werde, dazu wollte sich EZB-Präsident Jean-Claude Trichet nicht äußern.

Konstant hohe und weiter steigende Ölpreise hätten sich bereits spürbar auf die Verbraucherpreise ausgewirkt. Die Inflation werde wahrscheinlich auch in den kommenden Monaten über den Grenzwert von 2 % liegen. Diese Entwicklung sei Besorgnis erregend, so Trichet. Im Oktober hatten die hohen Ölpreise die jährliche Teuerungsrate in der Euro-Zone auf 2,5 Prozent kräftig ansteigen lassen. Ein weiterer Anstieg des Ölpreises könnte der Konjunktur in der Euro-Zone einen Dämpfer verpassen, sagte Trichet. Zu den Auswirkungen des ernueten Euro-Höhenflugs wollte sich der EZB-Chefnicht konkret äußern. “Übermäßige Schwankungen der Wechselkurse sind unerwünscht”, meinte er. Noch zum Jahresanfang hatte er vor den Nachteilen des hohen euro für die europäischen Exporte gewarnt.