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EU denkt über Verbesserung des Verhältnisses zur Bush-Regierung nach

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EU denkt über Verbesserung des Verhältnisses zur Bush-Regierung nach

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Nach der Wiederwahl von George W. Bush steht für die EU-Politiker fest: Das angeschlagene transatlantische Verhältnis muss gekittet werden, auch mit dem selben US-Präsidenten in den kommenden vier Jahren. Tony Blair als engster Weggefährte der Vereinigten Staaten diesseits des Atlantiks redete beim EU-Gipfel seinen Kollegen ins Gewissen – vor allem den Franzosen als stärksten Gegnern der jüngsten amerikanischen Außenpolitik.

Der US-Botschafter bei der EU bläst ins selbe Horn: “Wenn Frankreich seine Haltung gegenüber den Vereinigten Staaten ändert, denke ich doch, dass wir auf die gleiche Weise reagieren. Mit Frankreich war es ja besonders schwierig. Deutschland hat schon spürbar begonnen, seine Haltung zu ändern, und wir unternehmen beiderseitig Anstrengungen. Mit Frankreich hatten wir viele Jahre lang ein gutes Verhältnis und wir hoffen, dass dieses wieder hergestellt wird. Die Geschäftsbeziehungen auf Seiten der Unternehmen laufen derzeit gut, aber es gibt Probleme auf der politischen Führungsebene. Und es besteht ein starker Wunsch, diese so schnell wie möglich aus dem Weg zu räumen. Ich bin da zuversichtlich.” Auch Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker rief zu einem pragmatischen Kurs auf, ungeachtet der Meinungsverschiedenheiten mit den USA über Irak-Krieg, Kyoto-Protokoll oder Internationalen Strafgerichtshof: “Die Regierungen der Europäischen Union müssen mit jedem US-Präsidenten kooperieren, wer es auch sei, und mit jedweder amerikanischen Regierung. Wir kennen Herrn Bush, Herr Bush kennt uns, und ich glaube, dass man auf beiden Seiten des Atlantiks eingesehen hat, dass wir die transatlantischen Beziehungen vertiefen müssen, um aus der jetztigen Situation herauszukommen, die ganz und gar nicht zufriedenstellend ist.”