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Palästinenser beraten über die Zeit nach Arafat

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Palästinenser beraten über die Zeit nach Arafat

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Wie geht es weiter nach Arafat? Diese Frage stellen sich die Palästinenser angesichts des bevorstehenden Todes ihres Präsidenten. In Gazastadt kamen Vertreter des islamischen Dschihad, der radikal-islamischen Hamas und der Fatahbewegung von Arafat zu einer Krisensitzung zusammen. Die palästinensischen Gruppen forderten eine vereinte nationale Führung. Ein Sprecher des Islamischen Dschihad erklärte, dies sei dringend nötig, um für das gemeinsame Ziel der Palästinenser weiterzukämpfen. Vor allem soll verhindert werden, dass bei Bekanntgabe von Arafats Tod Chaos und Machtkämpfe in den palästinensischen Autonomiegebieten ausbrechen. Führer militanter Palästinensergruppen erklärten die “Ära Arafat” für beendet. Wichtig sei, dass die Palästinenser nun einig und standfest blieben. Die Polizeieinheiten sollen auf die amtierende Führung verpflichtet und das Funktionieren der Verwaltung sichergestellt werden. Als Nachfolger Arafats sind mehrere Politiker im Gespräch. Doch bislang verlautete nichts darüber, wer favorisiert wird. Der palästinensische Ministerpräsident Ahmed Kureia übernahm die Zuständigkeit für die Finanzverwaltung und die inneren Angelegenheiten. Der früherer Regierungschef Mahmud Abbas leitet derzeit die Palästinensische Befreiungsorganisation und die Fatah-Bewegung.