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Portugal: Regierung plant City-Maut

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Portugal: Regierung plant City-Maut

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Die konservative Regierung in Portugal plant die Einführung einer City-Maut für größere Städte. Mit der Straßenbenutzungsgebühr für die Zentren von Lissabon oder Porto soll zum einen mehr Geld in die Stadtkassen fließen, zum andern sollen die Menschen gezwungen werden, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, um auf diese Weise die Energiekosten zu senken und das Land unabhängiger vom ständig steigenden Ölpreis zu machen. Die sozialistische Opposition sprach sich bereits gegen die Pläne aus, das öffentliche Verkehrsnetz reiche dafür nicht aus. Vorbild der neuen Gebühr soll das Londoner Modell sein. “Unser Land wird sehr stark vom Ölpreis beeinflusst”, erklärte der portugiesische Wirtschaftsminister Alvara Barreto. “Ein Preis von 50 Dollar pro Barrel bedeutet für die meisten EU-Staaten Einbußen des Bruttoinlandsprodukts von 0,6 bis 0,8 Prozent. Für Portugal ist dieser Wert jedoch doppelt so hoch.“In der Innenstadt von London, wo Autofahrer werktags eine Staugebühr von umgerechnet acht Euro entrichten müssen, hat sich seit der Einführung im Februar 2003 der Verkehr um fast ein Drittel verringert.