Eilmeldung

Eilmeldung

Weider blutiger Tag im Irak: Anschläge in Samarra, Luftangriffe auf Falludscha

Sie lesen gerade:

Weider blutiger Tag im Irak: Anschläge in Samarra, Luftangriffe auf Falludscha

Schriftgrösse Aa Aa

Irakische Rebellen haben erneut eine Anschlagsserie auf US-Truppen und irakische Polizeikräfte verübt. Bei mehreren Bombenattentaten und Kämpfen in Samarra nördlich von Bagdad wurden mindestens 34 Menschen getötet. Dutzende weitere erlitten Verletzungen. Die meisten Opfer sind Zivilisten. Polizeiangaben zufolge detonierte ein Sprengsatz in einem gestohlenen Auto nahe dem Rathaus. Zwei weitere Bomben explodierten neben einem Militär-Stützpunkt und einem Konvoi. Danach raste ein Selbstmordattentäter mit einem Auto in eine Polizeibehörde. Samarra gilt ebenso wie Falludscha als Hochburg sunnitischer Rebellen. Ihren Widerstand wollen die US-Streitkräfte und die irakische Regierung noch vor den für Ende Januar geplanten Wahlen brechen. Falludscha ist inzwischen von mehr als 10 000 US-Soldaten eingekesselt. In der Nacht zum Samstag flog die US-Luftwaffe die stärksten Angriffe auf die Stadt seit Monaten. Bis zu 6 000 Aufständische sollen dort auf die US-Einheiten warten und ganze Straßenzüge schon vermint haben. Eigenen Angaben zufolge warten die US-Truppen nur noch auf den Sturmbefehl des irakischen Ministerpräsidenten Ijad Allawi. Die Hoffnung auf eine friedliche Lösung gab Allawi inzwischen auf. Die Bevölkerung wurde mit Flugblättern aufgefordert, Falludscha zu verlassen. Etwa 12 000 Bewohner folgten dem Aufruf inzwischen und flüchteten in nahe gelegene Dörfer.