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Kriegerische Friedens-Mission für Frankreich in der Elfenbeinküste

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Kriegerische Friedens-Mission für Frankreich in der Elfenbeinküste

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Nach den Plünderungen und Ausschreitungen gegen französische und weiße Einwohner hat Frankreich seine Truppen in der Elfenbeinküste um einige hundert Mann aufgestockt, um ein Wieder-Aufflammen des Bürgerkriegs zu verhindern.

Mehrere französische Schulen in der einstigen Kolonie waren vom Mob angezündet worden. Die Anhänger des ivorischen Präsidenten versuchten vergeblich, den von den Franzosen kontrollierten Flughafen in der Wirtschaftsmetropole Abidschan in ihre Gewalt zu bringen. Die Lage war eskaliert, nachdem regierungstreue Truppen den Waffenstillstand gebrochen und den von den Rebellen kontrollierten Norden angegriffen hatten.Seit dem Friedensvertrag von 2003 ist das Land in zwei Teile geteilt, überwacht von UN-Blauhelmen. Die ivorische Luftwaffe aus dem Süden hatte am Samstag auch eine Basis der Blauhelme angegriffen, dabei waren neun französische Soldaten und ein US-Bürger getötet worden. Als Antwort zerstörten die französischen Streitkräfte die ivorische Luftwaffe. “Wir sind sehr bekümmert über dieses Drama, das unsere Soldaten bei einer Friedensmission getroffen hat. Sie sind dort, um die Bevölkerung zu beschützen und den Bürgerkrieg zu verhindern, sie sind auf Friedensmission. Deshalb ist dieses Drama so besonders grausam”, bedauerte Frankreichs Premierminister Jean- Pierre Raffarin, der in der Heimatkaserne einiger der getöteten Soldaten die Hinterbliebenen trösten musste. Der Weltsicherheitsrat hat die Operation der französischen Streitkräfte einstimmig gebilligt – die UN-Soldaten hätten ein Recht dazu. Inzwischen verlautete aus Paris, dass die Lage in der Elfenbeinküste wieder im Griff sei.