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Krise in der Elfenbeinküste spitzt sich zu

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Krise in der Elfenbeinküste spitzt sich zu

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Die Krise in der Elfenbeinküste hat das ökonomische Zentrum des Landes erreicht. In Abidjan kam es zu mehreren Explosionen und Schußwechseln. Militante Anhänger des Präsidenten Laurent Gbagbo demonstrierten auf den Straßen der Millionenstadt am Golf von Guinea.

Die Lage war eskaliert, nachdem bei Luftangriffen der Regierungstruppen auf vermeintliche Rebellenstellungen am Samstag neun französische UN-Soldaten getötet wurden. Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac orderte daraufhin Vergeltungsschläge an, die darauf abzielten, die Luftwaffe des Landes zu zerstören. Seit einem im Mai 2003 geschlossenen Waffenstillstand ist die Elfenbeinküste de facto in zwei Teile geteilt. Der Süden wird von der Regierung kontrolliert, Rebellen halten den Norden besetzt. An die 10.000 Soldaten einer internationalen Friedensmission überwachen die Einhaltung der Waffenruhe. Vor vier Tagen begannen Regierungstruppen damit, Rebellenpositionen aus der Luft anzugreifen. Ein Versuch, auf dem Landweg in den Norden vorzudringen, wurde von UN-Truppen allerdings gestoppt.