Eilmeldung

Eilmeldung

Lage in Elfenbeinküste beruhigt sich

Sie lesen gerade:

Lage in Elfenbeinküste beruhigt sich

Schriftgrösse Aa Aa

Nach der Entsendung neuer französischer Truppen ins westafrikanische Elfenbeinküste hat sich die Lage dort wieder etwas beruhigt. Am Sonntag waren zusätzliche 660 Soldaten nach Abidjan verlegt worden. Die Vereinten Nationen haben 6 300 Blauhelm-Soldaten in der Elfenbeinküste stationiert. Frankreich stellte bisher 4 000 davon sowie 500 weitere Soldaten. Der Norden des Landes wird seit 2002 von Rebellen kontrolliert. Am Wochenende war es nach einem Luftangriff auf französische UN-Soldaten mit zehn Toten zu Kämpfen zwischen den ausländischen Truppen und Regierungseinheiten gekommen. Auch hatten Anhänger des Präsidenten Laurent Gbagbo in der Wirtschaftsmetropole Abidjan französische Schulen in Brand gesetzt und einen von Ausländern bewohnten Stadtteil geplündert. Die Ausschreitung waren von einem Aufruf des Präsidenten ausgelöst worden. Später rief Gbagbo im Fernsehen zur Ruhe auf. Auch kündigte er die Rückeroberung des Nordens an. Die Regierung in Paris appellierte an Gbagbo und die Rebellen, zu dem im vergangenen Jahr vereinbarten Friedensabkommen zurückzukehren. Die Leichen der getöteten französischen Soldaten wurden inzwischen in ihre Heimat überführt. Auch sollten im Tagesverlauf die mehr als 30 Verletzten des Zwischenfalls in Frankreich eintreffen.