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Trauer um toten Atomgegner

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Trauer um toten Atomgegner

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In Mannheim und Karlsruhe in Deutschland haben sich am Abend mehrere hundert Menschen zu spontanen Mahnwachen versammelt, nachdem ein Atomkraftgegner bei einer Protestaktion ums Leben gekommen war. Der 23-jährige Franzose hatte sich in Lothringen kurz vor der deutschen Grenze an die Gleise gekettet, und wurde von einem heranfahrenden Zug, der auf dem Weg ins niedersächsische Gorleben war, überrollt. Dabei wurde dem 23-jährigen ein Bein abgetrennt. Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, der Mann habe beide Beine verloren.

Eine Motorradstreife, die dem Zug unmittelbar voraus gefahren sei, habe dem Lokführer noch ein Zeichen gegeben, doch der habe nicht mehr rechtzeitig bremsen können, hieß es. Nach Angaben der französischen Staatsanwaltschaft hätte es beinahe mehrere Opfer gegeben. Insgesamt hätten sich 8 Kernkraftgegner zur Blockade des Zugs eingefunden.