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Trotz Kritik von Arafats Ehefrau: Palästinensische Führungsspitze fährt nach Paris

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Trotz Kritik von Arafats Ehefrau: Palästinensische Führungsspitze fährt nach Paris

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Die palästinensische Führungsspitze fährt nun doch nach Paris, um Palästinenserpräsident Jassir Arafat im Krankenhaus zu besuchen. Ministerpräsident Ahmed Kureia, der stellvertretende PLO-Chef Mahmoud Abbas und Außenminister Nabil Shaat wollen sich persönlich ein Bild vom Gesundheitszustand des 75jährigen machen. Am Morgen hatte es geheißen, die dreiköpfige Delegation habe ihren Besuch wegen der harten Kritik von Arafats Frau verschoben oder gar abgesagt. Suha Arafat beschuldigte die Politiker im arabischen Fernsehsender Al-Dschasira: Man wolle ihren Mann lebendig begraben, nur um dessen Macht an sich zu reißen.

Arafats Ehefrau wird dafür von vielen Palästinensern kritisiert. So sagte ein Mann: “Arafat gehört nicht Suha, sagte dieser Mann. Er gehört dem palästinensischen Volk und das hat das Recht, über das Schicksal seines Führers zu entscheiden!” Israelische Medien berichteten, der Tod Arafats könnte nach dem Besuch der drei Politiker bekannt gegeben werden, da die Maschinen, die ihn am Leben hielten, dann abgeschaltet würden.