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Arafats Zustand hat sich dramatisch verschlechtert

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Arafats Zustand hat sich dramatisch verschlechtert

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Der Zustand des todkranken Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat hat sich dramatisch verschlechtert. Berichte vom Dienstagnachmittag, der 75-Jährige sei bereits tot, wurden in Paris dementiert. Das Herz, Hirn und die Lungen funktionierten, sagte der palästinensische Außenminister Nabil Schaath bei einer Pressekonferenz in der französischen Hauptstadt. Arafat sei am Leben. Gemeinsam mit anderen palästinensischen Spitzenpolitikern hatte Schaath kurz zuvor das Militärkrankenhaus in Percy bei Paris besucht, in dem sich Arafat seit Ende Oktober befindet. Danach war die Delegation, zu der auch Ministerpräsident Ahmed Kureia, PLO-Chef Mahmud Abbas und Parlamentspräsident Rauhi Fattu gehörten, von Frankreichs Staatschef Jacques Chirac empfangen worden. In den Palästinensergebieten wurden die jüngsten Informationen mit großer Erleichterung aufgenommen. Der Besuch der palästinensischen Politiker in Paris hatte gegen den Widerstand von Arafats Frau Suha stattgefunden. Diese hatte der Palästinenserführung vorgeworfen, es gehe ihr lediglich um die Machtfrage. Hintergrund des Streits um das Besuchsrecht sind Medienberichten zufolge Millionensummen, die auf Geheimkonten Arafats im Ausland deponiert sein sollen.