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Entspannung in der Elfenbeinküste

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Entspannung in der Elfenbeinküste

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Nach Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien hat sich die Lage in der westafrikanischen Metropole Abidjan wieder entspannt. Blauhelm-Soldaten sorgen gemeinsam mit französischen Truppen und Sicherheitskräften der Regierung der Elfenbeinküste für Ordnung. Südafrikas Präsident Thabo Mbeki will im Auftrag der Afrikanischen Union in dem Bürgerkriegsland vermitteln. Am Montag war es in Abidjan zu anti-französischen Protesten gekommen. Sie waren durch Spekulationen ausgelöst worden, Frankreich wolle die Regierung von Präsident Laurent Gbagbo entmachten. Die Regierung in Paris wies dies zurück.

Die ivoirische Führung beschuldigte Frankreich, die Rebellen zu unterstützen und forderte Paris auf, seine Truppen aus Abidjan abzuziehen. Die ehemalige Kolonialmacht hat mehrere tausend Blauhelm-Soldaten sowie weitere Truppen in der Elfenbeinküste stationiert. Der Norden des Landes wird von Rebellen kontrolliert. Darin liegen die wahren Ursachen des Konflikts, den Gbagbo offenbar mit militärischer Gewalt lösen will. Viele der in Abidjan lebenden Franzosen sind wegen der Unruhen und der Übergriffe gegen Ausländer geflüchtet. Französische Truppen brachten sie in Sicherheit.