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Heftige Gefechte um Falludscha. US-Armee rückt weiter vor

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Heftige Gefechte um Falludscha. US-Armee rückt weiter vor

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Nach zwei einhalb Tagen des Kampfes in Falludscha sind die amerikanische Armee und Soldaten der irakischen Nationalgarde bis ins Stadtzentrum vorgedrungen. US-Angaben zufolge kamen bei den Kämpfen bisher 14 Amerikaner ums Leben, über 90 Aufständische seien getötet worden. Die Zahl der zivilen Todesopfer halte sich in Grenzen, hieß es. Genaue Angaben gab es hierzu jedoch nicht.

Begleitet von der Luftwaffe und schwerer Artillerie bahnte sich die amerikanische Armee am frühen Dienstagmorgen von Norden her den Weg in die Rebellenhochburg. Nachdem sie einen strategisch wichtigen Bahnhof eingenommen hatte, drang sie weiter ins Stadtzentrum vor. Im Jolan-Viertel soll sie sich harte Gefechte mit Widerstandskämpfern geliefert haben. Die so genannten “Operation Morgendämmerung” hat zum Ziel, den irakischen Widerstand zu brechen. Insbesondere sollen der Terroristenchef Abu Mussab al Sarkawi und seine Anhänger außer Gefecht gesetzt werden. Die irakische und die US-Regierung hoffen danach auf ein sichereres Land, um, wie geplant, im kommenden Januar Wahlen durchführen zu können. Die größte Sunniten-Organisation des Landes rief allerdings schon jetzt zum Wahl-Boykott auf. Die Abstimmung werde mit einer Bluttat am irakischen Volke herbeigeführt. Sie warf der irakischen Übergangsregierung vor, in Falludscha einen Völkermord zu zulassen.