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Offensive in Falludscha kommt voran - aber Sarkawi lässt sich nicht blicken

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Offensive in Falludscha kommt voran - aber Sarkawi lässt sich nicht blicken

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Nach heftigen Straßenkämpfen haben die US-Streitkräfte und ihre irakischen Kollegen das Zentrum von Falludscha erreicht. Zwei Tage nach Beginn ihrer Großoffensive auf die Rebellenhochburg kontrollierten sie nach eigenen Angaben etwa ein Drittel der Stadt.

Die 2.000 bis 3.000 Aufständischen sollen starken, aber eher planlosen Widerstand gegen die rund 12.000 Angreifer leisten. Diese verloren nach Angaben aus dem Pentagon bis zum Dienstagabend 12 Mann. Über die Zahl der Toten bei Aufständischen und Zivilbevölkerung wollte die US-Armee keine nähere Auskunft geben. Sie war von Norden und Nordwesten her über zwei Brücken und den Bahnhof in die Stadt vorgedrungen. Eins der Hauptziele, den Topterroristen Abu Musab al Sarkawi zu fassen, dürfte allerdings verfehlt sein: Selbst die US-Militärführung räumte ein, dass dieser längst entkommen sein dürfte. Bleibt das Ziel, die Rebellenbastion zur Vorbereitung der Wahlen im Januar unter Kontrolle zu bekommen. Doch haben die einflussreichen muslimischen Kleriker aus Protest gegen die Offensive schon zum Wahl-Boykott aufgerufen.