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Elfenbeinküste: Erneut mehrere hundert Ausländer ausgeflogen

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Elfenbeinküste: Erneut mehrere hundert Ausländer ausgeflogen

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Koffer packen und das Zuhause verlassen – mehrere hundert Ausländer haben erneut die Elfenbeinküste verlassen. Damit stieg die Zahl der Europäer, die nach den Unruhen aus dem westafrikanischen Land ausgeflogen wurden, auf über 1900. Zum Großteil Franzosen, aber auch zahlreiche Briten, die sich an der Botschaft in Abidjan versammelten. “Wer diese Möglichkeit nicht wahrnimmt, das Land zu verlassen”, erklärte der britische Botschafter David Coates, “dem können wir nicht mehr den normalen Schutz garantieren. Das britische Personal der Botschaft wird ebenfalls in Kürze ausreisen.” Nach den tagelangen schweren antifranzösischen Ausschreitungen und der Gewalt gegen Ausländer in der ehemaligen französischen Kolonie bemühen sich Südafrika und Nigeria um Vermittlung. Der französische Präsident Jacques Chirac erklärte: “Wir werden weiter alles daran setzen, die Sicherheit der Franzosen und aller anderen in der Elfenbeinküste lebenden Ausländer zu gewährleisten. Allen, die das Land verlassen wollen, werden wir das ermöglichen und natürlich muss derVersöhnungsprozess wieder in Gang gebracht werden.” Hilfsorganisationen warnten unterdessen vor einer humanitären Krise. Seit den Unruhen hat die Regierung den von den Rebellen kontrollierten Norden des Landes von der Versorgung mit Wasser und Strom abgeschnitten.