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Gepolstert mit heiliger Erde

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Gepolstert mit heiliger Erde

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Jassir Arafat ist in seinem Beton-Sarkopharg auf dem Gelände der Mukata zwar auf Erde vom Tempelberg in Jerusalem gebettet – gewünscht aber hatte er sich ein Grab auf dem Tempelberg.Geplant war eigentlich, dass hier in Ramallah die Menschen zum Abschiednehmen am aufgebahrten Sarg vorbeiziehen sollten. Dass war bei den drängenden Massen nicht möglich – so beten nur Arafats Garde, seine engeren Gefährten aus der PLO und die Geistlichen an seinem Grab.Nachdem die aufgewühlten Massen wieder das Gelände der Mukata verlassen haben,werden kleinere Gruppen mit Kränzen an das Grab vorgelassen.Erekat Arafats Chefunterhändler Sajeb Erekat nannte diese Grab in Ramallah nur Arafats vorletzte Ruhestätte. Eines Tages, da sei er sicher, werde der Palästinenserpräsident nach Jerusalem umgebettet. Erekat wörtlich: “Mein Herz ist gebrochen, denn Präsident Arafat ist tot – die israelische Okkupation aber immer noch nicht.“Ob Arafats Nachfolger aus dem Grab eine Pilgerstätte machen werden, an der die Palästinenser ihren “Vater der Nation” verehren können – darüber hat sich zumindest öffentlich noch niemand geäußert.