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Reaktionen in Israel

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Ebenso wie die Palästinenser blicken auch die Israelis beunruhigt in die Zukunft. Die israelische Regierung hat schon seit Tagen Vorbereitungen für die Zeit nach Arafats Tod getroffen. In Jerusalem bezeichnete Israels Regierungschef Ariel Sharon den Tod von Jassir Arafat als einen möglichen Wendepunkt für den Nahen Osten, falls die Palästinenserführung sich entscheide, dem Terror den Kampf anzusagen. Israel werde sich weiter um politische Lösungen mit den Palästinensern bemühen – ohne Verzögerungstaktik. Jeder Fortschritt auf dem Wege zum Frieden hänge zuerst und vor allem davon ab, dass dem Terror Einhalt geboten werde.

Aus Scharons Kabinett kamen aber auch schärfere Töne. So kommentierte sein Justizminister Jossef Lapid den Tod von Arafat mit den Worten: “Arafat hat die Gelegenheit, im Nahen Osten und besonders in Palästina Frieden zuschaffen komplett verpasst. Er wählte den Terror nicht nur gegen Israel, sondern gegen die gesamte westliche Zivilisation, er war der Pate von Al Quaida und Bin Laden.”

In Israel werden im Zuge des palästinensischen Machtvakuums Gewaltexzesse von Seiten der Palästinenser befürchtet. Seit dem Beginn der zweiten Intifada Ende September 2000 sind bei Selbstmordattentaten von palästinensischen Terroristen mehr als 1000 Israelis umgekommen.