Eilmeldung

Eilmeldung

Wachstum in Eurozone geringer - Konjunkturschwäche in Deutschland und Frankreich

Sie lesen gerade:

Wachstum in Eurozone geringer - Konjunkturschwäche in Deutschland und Frankreich

Schriftgrösse Aa Aa

Das wirtschaftliche Wachstum in der Eurozone hat sich im dritten Quartal weiter abgeflacht. Wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte, drückte vor allem der hohe Ölpreis auf die Nachfrage. Die Europäische Kommission korrigierte ihre Jahresprognose leicht nach unten.

Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum steigerten die zwölf Mitglieder der Eurozone ihre Wirtschaftsleistung im dritten Quartal um 1,9 Prozent. Vor diesem Hintergrund dürfte die Europäische Zentralbank die Leitzinsen bis weit ins nächste Frühjahr hinein unverändert lassen – zumal der Euro derzeit auf einem Höhenflug ist. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hatte in dieser Woche auf den negativen Effekt des Ölpreises hingewiesen: Kaum Wachstum und schwache Arbeitsmärkte. Das bedeutet, dass sich die Eurozone wirtschaftlich weiterhin langsamer erholt als die USA. Der Internationale Währungsfonds erwartet für das Gesamtjahr 2,2 Prozent Wachstum, für die USA 3,5 Prozent. Einen Tag nach Deutschland meldete nun auch Frankreich enttäuschende Wachstumszahlen für das dritte Quartal – nämlich nur 0,3 Prozent gegenüber den vorherigen drei Monaten. Die Schwäche der beiden größten Euro-Volkswirtschaften war der Grund für den abgebremsten Aufschwung. Die Regierung in Paris war bei ihrem Haushalt von einem weit höheren Wachstum ausgegangen. Der Etat soll in zwei Wochen verabschiedet werden.