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Elfenbeinküste: Regierung bittet USA um Unterstützung

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Elfenbeinküste: Regierung bittet USA um Unterstützung

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Die Regierung der Elfenbeinküste sucht im Konflikt mit Frankreich die Unterstützung der USA. Die US-Regierung solle Paris zum Rückzug der französischenStreitkräfte auffordern, sagte der Sondergesandte des ivorischen Präsidenten Laurent Gbagbo in Washington. Auf den Straßen von Abidjan – zwischen den gewaltbereitenAnhängern von Gbagbo – kommt derzeit als Weißer unbeschadet nur durch, wer sich als Amerikaner ausgibt. Seit dem Ausbruch des Konflikts vor einer Woche machen regierungstreue Schlägertrupps Jagd auf Ausländer. Der Hass gilt besonders den rund 14 Tausend Franzosen, die in der ehemaligen Kolonie leben. Gbagbo – der sich seit Ausbruch der Unruhen nur selten in der Öffentlichkeit blicken lässt – versprach zwar, für die Sicherheit der im Land lebenden Ausländer zu sorgen, doch die Flucht der Europäer aus dem westafrikanischen Land, dessen Norden von den Rebellen kontrolliert wird, hält unvermindert an. Auch eine von Südafrika initiierte Vermittlung zwischen den Konfliktparteien hat bislang nicht gefruchtet. Alles zurücklassen und nur weg – fast 2000 Europäer haben in der vergangenen Woche die Elfenbeinküste verlassen. Mehrere tausend Franzosen warten in Abidjan noch auf einen Flug nach Paris.