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Tausende Ausländer verlassen die Elfenbeinküste

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Tausende Ausländer verlassen die Elfenbeinküste

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Die Evakuierung weißer Ausländer aus der Elfenbeinküste geht weiter, auch wenn wieder Normalität im Land einzukehren scheint. Gestern flog das französische Militär 780 meist französische Staatsbürger aus Abidschan Richtung Paris aus, für diesen Sonntag wird mit einer ähnlichen Zahl gerechnet. Seit Mittwoch verließen etwa 4000 Europäer fluchtartig das westafrikanische Land. Geleitet werden die Evakuierungen von General Henri Poncet, dem Befehlshaber der französischen Truppen in der Elfenbeinküste.Er bestätigte, dass die Lage sich ein wenig entspannt habe und sagte: “Ich denke, die internationale Gemeinschaft will vor allem verhindern, dass das Land vollständig in einem Blutbad versinkt. Und ich hoffe, dass mit der Zeit die Vernunft wieder in die Elfenbeinküste zurückkehrt.” Für eine Überraschung sorgte der ivorische Präsident Laurent Gbagbo: Nur wenige Stunden vor einem Krisentreffen mit westafrikanischen Regierungvertretern ersetzte er seinen Stabschef durch den ehemaligen Einsatzkommandeur Philippe Mangou.Der gilt als Hardliner und befehligte den Angriff auf den von Rebellen kontrollierten Norden des Landes vergangene Woche. Einer der Luftangriffe tötete neun französische Friedenssoldaten. Als die Franzosen daraufhin die ivorische Luftwaffe zerstörten, mobilisierte sich ein gewalttätiger antifranzösischer Mob auf den Straßen des Landes.