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Widerstand im Nordirak weitet sich aus

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Widerstand im Nordirak weitet sich aus

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Nachdem die Großoffensive in Falludscha weitgehend abgeschlossen ist, haben die irakischen Truppen nach Agenturberichten eine Operation in der Öl-Stadt Mossul gestartet. In Falludscha sind sieben Tage nach Beginn des Großeinsatzes laut US-Armee nur noch einzelne Widerstandsnester zu bekämpfen, doch sei deren Gegenwehr umso heftiger. Um sie auszuschalten, werde es noch einige Zeit brauchen. Um die tausend Aufständische wurden bei dem Angriff auf Falludscha nach Regierungsangaben getötet – doch der meistgesuchte Terroristenchef Abu Mussab al Sarkawi konnte entkommen. Der irakische Staatssekretär für nationale Sicherheit hatte die Offensive am Samstag für beendet erklärt, jedoch wurde dies von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld dementiert. Mindestens 25 US- und fünf irakische Soldaten ließen bei der Offensive auf Falludscha ihr Leben. Nun hat sich der Widerstand im Norden ausgeweitet.

Die irakischen Truppen haben dort laut einem Korrespondenten der französischen Nachrichtenagentur AFP eine weitere Offensive eingeleitet. In Erwartung des Kommenden sind viele Bewohner geflohen oder haben sich verbarrikadiert. Die katastrophalen Zustände in Falludscha nach dem Kampf könnten auch ihnen bald drohen.