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Aufständische in Falludscha kämpfen bis zum letzten Atemzug

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Aufständische in Falludscha kämpfen bis zum letzten Atemzug

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Die Offensive gegen Falludscha geht in ihre zweite Woche und noch immer kommt es in der Rebellenhochburg zu heftigen Gefechten. Systematisch durchsuchen die Soldaten Häuser und Moscheen, um die letzten Widerstandsnester auszuheben. Auch nach weitgehender Einnahme der Stadt werde es noch dauern, bis Falludscha den Einwohnern zurückgegeben werden könne, hat der irakische Regierungschef gewarnt. Wie viele Zivilisten bei der Offensive getötet wurden, wird weiterhin offiziell nicht genannt. Mindestens 38 US-Soldaten und sechs irakische Soldaten starben dabei, sowie mehr als tausend Aufständische.

Die US-Armee gab nun auch Aufnahmen ihrer verletzten Soldaten frei, die zur Behandlung nach Deutschland auf den amerikanischen Stützpunkt in Landstuhl ausgeflogen werden. Allein beim Angriff auf Falludscha wurden mindestens 275 US-Soldaten verletzt. Doch mit der weitgehenden Ausschaltung der Widerstandshochburg Falludscha hat sich der Aufstand in anderen Regionen ausgeweitet – sowohl im sunnitischen Dreieck in Städten wie Baiji oder Ramadi als auch im ölreichen Norden bei Mossul.

Dorthin sind irakische und US-Truppenkontingente verlegt worden, die nach Armee-Angaben einen Belagerungsring um die Stadt gezogen haben, nachdem Aufständische vor allem Polizei- und Regierungsgebäude angegriffen hatten.