Eilmeldung

Eilmeldung

Internationaler Diamanten-Kongreß in Antwerpen - Branche will Image aufpolieren

Sie lesen gerade:

Internationaler Diamanten-Kongreß in Antwerpen - Branche will Image aufpolieren

Schriftgrösse Aa Aa

Im belgischen Antwerpen will die internationale Diamantenindustrie in dieser Woche ihr Image aufpolieren. Bei dem bis zu diesem Dienstag dauernden zweitägigen Kongreß geht es um die wirtschaftlichen Perspektiven der Branche. Diese leidet unter der anhaltenden Diskussion um sogenannte Blutdiamanten aus Afrika.

Der Vorwurf lautet: Aus Erlösen des Diamantenhandels würden gewaltsame Konflikte wie Bürgerkriege finanziert. Zwar wurde die Öffentlichkeit einstweilen durch die Einführung des Kimberley-Zertifikats beruhigt. Doch nach Meinung von Experten ist der Ursprungsnachweis in der Praxis nicht immer lückenlos zu ermitteln. Auf der Liste der fünf größten Diamantenproduzenten sind allein drei afrikanische Staaten – nämlich Botswana, Kongo und Südafrika. Angeführt wird die Gruppe von Australien. Größter europäischer Produzent ist Russland. Eine weitere Herausforderung der Branche ist die zunehmende technische Entwicklung, die die Herstellung synthetischer Steine möglich macht – oder die farbliche Veränderung eines Diamanten. Als Antwort seien eine neue Marketing-Initiative sowie rechtliche Schritte gegen “unechte” Diamanten erforderlich, meinte ein Branchenkenner.