Eilmeldung

Eilmeldung

Helfeshelfer von Madrid verurteilt

Sie lesen gerade:

Helfeshelfer von Madrid verurteilt

Schriftgrösse Aa Aa

In Madrid ist im ersten Gerichtsverfahren in Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11.März dieses Jahres ein 16-jähriger zu sechs Jahren Jugendhaft verurteilt worden. Ihm war vorgeworfen worden, 20 Kilogramm Dynamit von Asturien in die Hauptstadt gebracht zu haben, das für die Anschläge auf Vorortzüge genutzt wurde. In diesem Zusammenhang wurde der Polizeichef von Asturien seines Amtes enthoben. Jose Antonio Rodriguez Bolinaga soll ein Tonband aus dem Jahre 2001 nicht weitergegeben haben, auf dem ein Informant über Sprengstoff auf dem Schwarzmarkt berichtete.

“Diese Amtsenthebung erfolgt aufgrund eines Bruchs des Vertrauens in seiner Arbeit. Jeder im Polizei- und Sicherheitsapparat hat den direkten Befehl, vollständig mit dem Innenministerium und der Justiz zusammen zu arbeiten”, sagte Innenminister Jose Antonio Alonso in Madrid. Aus einer Mine in der nordspanischen Provinz Asturien hatte ein ehemaliger Bergarbeiter Sprengstoff gestohlen. Von dem Verurteilten soll er für 1000 Euro an mehrere Marokkaner geliefert worden sein, die einer mutmaßlichen Al-Qaida-Zelle angehören sollen. Sie werden für die Anschläge auf mehrere Vorortzüge in Madrid am 11.März verantwortlich gemacht. Dabei waren 191 Menschen ums Leben gekommen, fast zweitausend wurden verletzt. Es war der schwerste Terrorangriff, den Spanien je erlebte. Er sorgte mit dafür, dass die konservative Regierung drei Tage später die Wahlen verlor.