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Neue Strategie im Standort-Streit um Iter

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Neue Strategie im Standort-Streit um Iter

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Im Streit um den Standort für den internationalen Kernfusions-Reaktor ITER versucht die EU-Kommission Japan mit Kompensationszahlungen zum Einlenken zu bewegen. Die EU will – mit Unterstützung Russlands und Chinas – das südfranzösische Cadarache durchsetzen. Japan dagegen besteht darauf, den Versuchsreaktor im eigenen Land anzusiedeln und wird dabei von den USA und Südkorea unterstützt. Vergangene Woche waren Gespräche in Wien an der Standortfrage gescheitert. Die neue Initiative der EU verspricht Japan bei einem Verzicht eine Partnerschaft mit bevorzugten Konditionen und beinhaltet außerdem finanzielle Hilfen für andere Kernfusions-Projekte in Japan. Mit Hilfe des Reaktors Iter soll nachgewiesen werden, dass Energie ähnlich wie in der Sonne aus der Verschmelzung von Atomkernen erzeugt werden kann.