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Hamas und Islamischer Dschihad wollen Wahl für Arafat-Nachfolge boykottieren

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Hamas und Islamischer Dschihad wollen Wahl für Arafat-Nachfolge boykottieren

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Die militanten islamischen Organisationen Hamas und Islamischer Dschihad haben angekündigt, die Präsidentschaftswahlen in den Palästinensergebieten am 9.November zu boykottieren. Dies äußerten Sprecher der Gruppierungen vor einem Treffen mit dem neuen PLO-Chef Mahmud Abbas. Sie sagten, die Wahl sei illegal, da sie für eine Fortsetzung des Osloer Friedensprozesses stehe. Mahmud Zahar, der Führer der Hamas im Gaza-Streifen, machte deutlich, worum es den Islamisten politisch geht:

“Was wir wollen, ist eine Einigung zwischen allen palästinensischen Organisationen. Wir wollen darüber diskutieren, wie sich die islamische Bewegung an der PLO beteiligen kann”, sagte er.

Israels Ministerpräsident Ariel Scharon hat unterdessen angeboten, den ursprünglich einseitig geplanten Abzug jüdischer Siedlungen im Gaza-Streifen mit den Palästinensern zu koordinieren. Bedingung dafür aber: diese müssen dafür Sorge tragen, dass es zu keinen Anschlägen mehr auf Israel kommt. Zu Lebzeiten Arafats hatte Scharon jede Diskussion mit den Palästinensern über den Rückzugsplan abgelehnt.