Eilmeldung

Eilmeldung

Keine Ruhe in Falludscha

Sie lesen gerade:

Keine Ruhe in Falludscha

Schriftgrösse Aa Aa

In Falludscha sind US-Truppen noch immer auf vereinzelten Widerstand gestoßen. Im Süden und Osten der Stadt haben amerikanische Kampfflugzeuge mehrere Ziele bombardiert. Auch sei es dort noch zu Straßenkämpfen gekommen. Die wenigen noch verbliebenen Einwohner haben keinen Zugang zu Wasser oder Nahrungsmitteln.

Die Bilder von der Erschießung eines verletzten und nicht mehr bewaffneten Aufständischen in einer Moschee in Falludscha haben weltweit für Empörung gesorgt. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz will den Vorfall untersuchen. In islamischen Ländern wurden er einhellig verurteilt und eine umfassende Aufarbeitung verlangt. Gemäßigte Muslime kritisierten aber auch das Verhalten der Aufständischen, Moscheen als Kampfzone zu missbrauchen. Südlich von Bagdad haben US-Soldaten und eine irakische Spezialeinheit einen entführten irakischen Lkw-Fahrer befreit. Seine Geiselnehmer hätten ihm vorgeworfen, mit ausländischen Truppen zusammen zu arbeiten. Im Westirak wurden nach Augenzeugenberichten 63 irakische Soldaten entführt, als sie aus einem jordanischen Ausbildungslager in ihr Land zurückkehren wollten. Im nordirakischen Mossul blieb die Lage nach Tagen schwerer Gefechte verhältnismäßig ruhig. Sämtliche Polizeistationen, die in den vergangenen Wochen von Aufständischen überrannt wurden waren, konnten zurückerobert werden.