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Washington will starken Dollar - dennoch ignorieren Märkte US-Regierung

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Washington will starken Dollar - dennoch ignorieren Märkte US-Regierung

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Trotz eines neuen historischen Tiefstandes gegenüber dem Euro bleibt ein starker Dollar Ziel der US-Politik. Das erklärte US-Finanzminister John Snow bei einem Besuch in London. Zugleich nannte Snow die Reduzierung des massiven US-Etatdefizits eine Priorität.

Dies hielten Analysten indes für ein reines Lippenbekenntnis. Nur ein schwacher Dollar finanziere derzeit das riesige Doppeldefizit in Haushalt und Leistungsbilanz. EU-Währungskommissar Joaquin Almunia begrüßte unterdessen die Äußerungen Snows. Es seien verbale Interventionen wie diese, die den Wechselkurs stabilisierten, sagte Almuni im spanischen Rundfunk. Die Devisenmärkte zeigten sich von den Erklärungen unbeeindruckt. Der Euro zog am Mittwoch auf einen neuen historischen Höchststand von deutlich über 1,30 Dollar. Der Referenzkurs der EZB lag bei 1,3026 Dollar. Experten sahen darin einen Ausdruck der Skepsis der Märkte gegenüber dem weiteren Kurs der US-Währung. Der Euro dürfte weiter anziehen, was für die Wirtschaft der Eurozone immer merh zum Risiko werde.