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Bank Sanpaolo und Finanzgruppe Dexia sprechen über Fusion

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Bank Sanpaolo und Finanzgruppe Dexia sprechen über Fusion

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Die italienische Bank Sanpaolo und die französisch-belgische Finanzgruppe Dexia haben Gespräche über eine mögliche Fusion bestätigt. Allerdings seien die Kontakte erst in einem Anfangsstadium. Einzelheiten zum Inhalt der Beratungen wurden nicht mitgeteilt.

Sollte es zu einem Zusammenschluß kommen, entstünde die viertgrößte Bank Europas. Der gemeinsame Börsenwert würde sich auf mehr als 30 Milliarden Euro belaufen. Gemessen an der Zahl der Filialen und der der Mitarbeiter ist Sanpaolo etwa doppelt so groß wie Dexia. Analysten äußerten sich über die Fusionsabsichten überrascht. Ein Zusammenschluß habe wenig Sinn, zwischen beiden Häusern gebe es keine klaren Synergien, die über bestimmte Bereiche der Vermögensverwaltung hinausgingen. Sanpaolo habe keinen umfangreichen kommunalen Finanzierungsbereich, der hingegen das Kerngeschäft von Dexia bleibe. Es sei sinnvoller für Dexia in Frankreich zu expandieren als in Italien. Für viele Aktionäre sei die Nachricht einer möglichen Fusion eine “unangenehme Überraschung”.